DIE SCHILDDRÜSE

Bei den Hormonen Trijodthyronin (T₃) und Tetrajodthyronin (T₄) bzw. Thyroxin, handelt es sich um Jodverbindungen, die in der Schilddrüse produziert werden. Gebildet werden jene Hormone durch die Zufuhr von Jod in der Nahrung. In der Nebenschilddrüse wird das Hormon Parathormon (PHT) gebildet. Parathormon und Calcitonin sind für den Auf- und Abbau von Knochenmasse zuständig.

Trijodthyronin und Tetrajodthyronin sind für die Steuerung des Energieverbrauchs, den Sauerstoffverbrauch, sowie für die Wärmeregulation verantwortlich. Des Weiteren sorgen die entsprechenden Schilddrüsenhormone für die Empfindlichkeit diverser Rezeptoren an Organen. Sie beeinflussen unter anderem die Herzfrequenz, die Kraft des Herzens oder die Funktion des Darms. Außerdem sind sie an der Blutbildung beteiligt und steuern den Verbrauch an Adenosintriphosphat (ATP). Adenosintriphosphat ist ein bedeutender Energielieferant, ohne den die Muskelzellen nicht funktionsfähig wären.
Weiters beeinflussen sie den Fett- und den Kohlenhydratstoffwechsel.
Gesteuert wird die Schilddrüse ebenfalls von Hormonen, die im Zwischenhirn (Hypothalamus) und in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet werden. Hierbei handelt es sich um das Hormon Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH) und das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH).

Aufgaben der Schilddrüsenhormone:

• Beeinflussung der Körpertemperatur
• Regulierung des Stoffwechsels
• Beeinflussung des Zentralnervensystems
• Steuerung des ATP-Verbrauchs
• Regulation des Kalziumhaushaltes

30% des Grundumsatzes werden von der Schilddrüse beeinflusst, wobei es um die Energiemenge geht, die ein Mensch bei absoluter Ruhe benötigt. Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion nehmen demnach rasch ab und Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion schnell zu.
In der Regel wird bei einer Überfunktion die Energiezufuhr durch Nahrungsmittel erhöht und bei einer Unterfunktion eingeschränkt.

Jod

Jod ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone T₃ und T₄.
Wird zu wenig Jod über die Nahrung aufgenommen, können Mangelerscheinungen auftreten, wie bspw. der Kropf (Struma). Der Jodbedarf ist abhängig von der Schilddrüsenhormonbildung, die sich je nach Erkrankung unterscheidet.

Jodreiche Lebensmittel:

• Seefisch
• Meeresfrüchte
• Algen
• Jodiertes Speisesalz


Maßnahmen bei einer notwendigen, jodarmen Ernährung (in Absprache mit dem Arzt):

• Meiden von jodreichen Lebensmitteln
• Meiden von jodiertem Speisesalz
• Meiden von Lebensmitteln, die große Mengen an jodiertem Speisesalz enthalten (z.B. Fertiggerichte, geräucherte, gepökelte, gesalzene oder marinierte Fisch-, Fleisch- oder Wurstwaren, Schmelzkäse, Salzgebäck,…)
• Meiden von jodhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Vitamin- und Mineralstoffpräparate)
• Meiden von jodhaltigen Medikamenten, Röntgenkontrastmitteln und Desinfektionsmitteln

Kalzium

Ein wichtiger Bestandteil des Körpers ist Kalzium, welches unter anderem für den Aufbau der Knochen und Zähne verantwortlich ist. Die Kalziumkonzentration im Blut wird durch das Parathormon in den Nebenschilddrüsen gesteuert. Ist die Funktion der Nebenschilddrüsen beeinträchtigt, wird eine kalziumreiche Ernährung notwendig.

Vitamin D

Vitamin D beeinflusst den Kalziumspiegel im Blut, daher ist bei einer kalziumreichen Ernährung auch eine Vitamin-D-reiche Ernährung erforderlich. Da Vitamin D durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts über die Haut gebildet wird, ist der Bedarf an Vitamin D zu 80% vom Körper selbst gedeckt. Demnach würden 30 Minuten, 2 mal wöchentlich im Freien ausreichen. Im Winter hingegen sollte man auf eine erhöhte Zufuhr über die Nahrung achten.

Vitamin-D-reiche Lebensmittel:

• Pilze
• Fettreiche Fische
• Eigelb
• Margarine


Die Schilddrüsenüberfunktion

Bei der Schilddrüsenüberfunktion ist der Hormonspiegel des T₃ und des T₄ Hormons im Blut erhöht. Aufgrund dessen, ist der Stoffwechsel bei einer Überfunktion teilweise beschleunigt.

Symptome:

• Gewichtsverlust
• Unruhe
• Nervosität
• Schlaflosigkeit
• Herzprobleme (z.B. erhöhter Pulsschlag)
• Durchfall
• Haarausfall
• Zyklusprobleme …

Wichtig bei der Schilddrüsenüberfunktion ist eine ausgewogene Mischkost, wobei eine Jodkarenz nicht vonnöten ist, es sollte jedoch auf eine jodarme Ernährung geachtet werden. Bei Untergewicht sollte zudem der Energiegehalt der Nahrung erhöht werden.

Maßnahmen bei einer notwendigen Jodkarenz:

– Einhalten einer jodarmen Ernährung
– Meiden alles Lebensmittel, die mit jodiertem Speisesalz hergestellt wurden
– Verwenden von überwiegend frischen Lebensmitteln, nicht industriell hergestellte Lebensmittel

Schilddrüsenunterfunktion

Bei der Schilddrüsenunterfunktion liegt eine mangelnde Versorgung der Hormone T₃ und des T₄ vor. Die mangelnde Versorgung führt zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels, wodurch die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Symptome:

• Müdigkeit
• Brüchige Nägel
• Antriebsarmut
• Gewichtszunahme
• Haarausfall
• Verstopfung
• Neigung zu depressiver Stimmung

Auch bei der Schilddrüsenunterfunktion ist eine gesunde Mischkost ratsam. Wichtig dabei ist, dass man auf die Jodzufuhr achtet. Bei Übergewicht wird die Energiezufuhr reduziert.

Peperoncinocreme – (crema di peperoncino)

Peperoncinocreme – (crema di peperoncino)

Zutaten:

  • 10 oder mehr scharfe, frische Chilischoten
  • Salz
  • Öl
  • 1 – 2 Knoblauchzehen

Die Peperoncinocreme ist ein einfaches Rezept, welches ohne große Mühe zubereitet werden kann. Es benötigt dafür nur wenig Zutaten, zudem eignet sich die Creme für verschiedene Gerichte und kann auch gerne als Dip verwendet werden. Egal ob zu Fleisch, zu Brot, im Sugo oder in der Suppe, die scharfe Creme lässt sich nahezu mit allem kombinieren, insofern man auf scharfes Essen steht.

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Peperoncinocreme

Zubereitung:

  1. Zunächst werden die Chilischoten gewaschen und anschließend in kleine Stücke geschnitten und mit einem Pürierstab püriert.
  2. Die daraus entstandene Masse in einen Sieb geben und über Nacht abtropfen lassen. (ich lasse sie immer über die Nacht abtropfen, denn je entwässerter sie ist umso besser ist es, denn sonst wird sie schneller schlecht)
  3. Die entwässerte Creme in ein Einwegglas geben und mit Salz, klein gehackten Knoblauch und Öl vermischen.
  4. die Creme bis an den Rand mit Öl zudecken, sodass sie haltbar bleibt (gegebenenfalls nach Gebrauch Öl nachfüllen) und in den Kühlschrank stellen.

Die Artischocke (Cynara scolymus)

Die Artischocke gehört zu den Distelgewächsen innerhalb der Familie der Korbblütler und zählt zu den gesündesten Gemüsesorten. Dadurch, dass die Artischocke Bitterstoffe enthält, findet sie auch häufig in der Naturmedizin ihre Anwendung. Denn Bitterstoffe regen die inneren Drüsen und den Fluß der Säfte an, lösen Gestocktes auf, regenerieren die Darmschleimhaut, heilen Entzündungen und stärken das Immunsystem. Zudem verbessern sie die Herztätigkeit und putzen Fette aus den Blutgefäßen. Manche Korbblütler, sowie auch die Artischocke, enthalten sehr viel Inulin. Inulin ist u.a. dafür zuständig den Harnstoff abzubauen, desweiteren hat es eine blutfettsenkende Wirkung.

Aus dem alten Ägypten gelangte die Artischocke über die arabischen Länder im 14. Jahrhundert nach Europa.

Die Artischocke enthält etwas Eiweiß, die Vitamine Carotin, B, C und E, viel Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Flavone und Inulin.
Ihre Bitterstoffe regen die Gallenbildung in der Leber an und fördern die Ausschüttung des Gallensafts in den Dünndarm. Die Ausschüttung des Gallensafts in den Dünndarm, ist besonders wichtig für den Fettstoffwechsel. Außerdem sind deren Bitterstoffe eine Hilfe für die Leber, die deren Regeneration der Zellen und die Entgiftung unterstützen. Des Weiteren findet die Artischocke ihre Anwendung bei allen Stoffwechselerkrankungen, wie Fettsuchht, Gicht, Rheuma, Drüsenschwäche, chronischen Durchfällen, Nieren- und Blasenschwächen oder Magenübersäuerung.Zudem senkt die Artischocke die Blutfettwerte und fördert die Ausscheidung von Cholesterin.