Geschichte Ägypten – Ich fasse für mich nach und nach zusammen…


in der regel fasse ich das gelesene immer wieder zusammen, weil ich so gleichzeitig lerne und später darauf zurückgreifen kann.
ich werde hier nach und nach kurze zusammenfassungen einfügen, sie zwischendurch abändern oder auch etwas ergänzen. ich fasse es so zusammen, wie ich es verstanden habe. ob das nun so stimmt, ist eine andere frage, doch ich werde mich bemühen 😀
es wird allerdings vorwiegend mal um die pyramiden gehen 🙂 , weil mich die am meisten interessieren.

Ober- und Unterägypten

Vor etwa 6000 Jahren schloss sich das ägyptische Reich aus zwei Königreichen, wovon eines als „Oberägypten“ und das andere als „Unterägypten“ bezeichnet wurde. Der Delta-Gott Horus verkörperte Unterägypten und Seth den Gott Oberägyptens.

Ober_Unterägypten Kopie KopieZeichnung Karte: © Paradox Devils Pixel, 2016

Osirismythos:

Gottkönig Osiris wird heimtückisch von Seth, der Verkörperung des Bösen, ermordet. Seth zerstückelt den Toten und verteilt die Leichenreste über ganz Ägypten. Doch Isis, Osiris´Gemahlin, sammelt die Stücke wieder ein und begräbt sie, während Horus, Isis´und Osiris´Sohn, den Ermordeten rächt.
Mendelssohn Kurt: Das Rätsel der Pyramiden, Bechtermünz Verlag, Augsburg 2000, S. 24

Zeichnung Horus und Anubis: © Paradox Devils Pixel, 2016

Oberägypten befand sich im Niltal und Unterägypten  im Delta.
Kennzeichnend trugen deren Könige unterschiedliche Kronen.
Oberägyptens Könige präsentierten sich mit einer  langen, nach hinten gezogenen, weißen Krone (Hedjet) und einem dazugehörigen Totemtier, welches einen Geier (Göttin Nechbet) darstellt.

klein_weiße KroneIn Unterägypten trug  der König hingegen eine rote Krone (Deshret), die mit dem goldenen Kopf einer Kobra (Göttin Wadjet) geschmückt war.

klein_rote Krone
Zeichnungen weiße-, rote- und Doppelkrone: © Paradox Devils Pixel, 2016

Als sich beide Reiche vereinten ging die sogenannte „Doppelkrone“ (Pschent) hervor, welche beide Kronen in einer  verkörperte.

klein_DoppelkroneDie 5 Königsnamen

Pharaonen besaßen fünf unterschiedliche Namen, wovon nur der Geburtsname von Kindesbeinen an bestand. Die übrigen Namen, die Königstitel, erhielt der Pharao bei seiner Krönung. Die fünf Königstitel bildeten sich aus dem Horusnamen, dem Thronnamen, dem Herrinnennamen, dem Goldnamen, und aus dem Eigennamen. Horus stellte bis zur 3. Dynastie den Hauptnamen des Pharaos dar. Er wird als Horusname bezeichnet  und ist der älteste Königstitel, der für die irdische Inkarnation des Himmelsgottes Horus steht. Der Horusname kennzeichnet sich durch den Horus-Titel und den Horus-Namen. Beispiele: „Horus, der Abwehrende“ (Djer), Horus, der Kämpfer (Aha) oder „Horus, der mit dem erhobenem Arm“ (Qua-a). Je nach Dynastie ändert sich der Horus-Name, wobei unter anderem, bspw. die kriegerische Qualität des Herrschers in den Vordergrund trat oder seine kosmische Ordnung dargestellt wurde. Der Thronname steht für „König von Ober- und Unterägypten“. Ergänzt wird dieser durch den Herrinnennamen, der die  beiden Herrinnen (die geiergestaltige Nechbet und die kobragestaltige Wadjet)  Ober- und Unterägyptens vereint repräsentiert.
Beim sogenannten „Goldnamen“ bzw.  Goldhorusnamen handelt es sich um einen Titel mit Namenselement. Bei Pharaonen der 1. Dynastie, wie bspw. Den, verwendete man einen Titel mit dem Schriftzeichen für „Gold“ und dem der Kobra, der mit einem Schen-Ring kombiniert war. In der 3. Dynastie verwendete man den Goldtitel separat oder vor einer leeren Kartusche. In der 4. Dynastie, unter König Snofru, bildete der Goldname einen Titel aus den Zeichen für „Falke“ und „Gold“, der mit dem Eigennamen in einer Kartusche zum ersten Mal auftrat.
Erst beim letzten König der 3. Dynastie (Huni), konnte der in einer Kartusche geschriebene Eigenname gesichert werden. Bei früheren Königen der 3. Dynastie, wurde der in einer Kartusche geschriebene Eigenname erst später hinzugefügt, also nach dem Tod des entsprechenden Pharaos. In der 5. Dynastie hingegen gab es erstmals eine feste Ordnung der Namenstitel: Horusname – Goldtitel – Eigenname in Kartusche – Name der Mutter.

Einteilung in Dynastien (Prädynastische Zeit bis Altes Reich)

Unten abgebildete Tabelle aus: Martinssen-von Falck, von Falck Martin: Die großen Pharaonen. Von der Frühzeit bis zum Mittleren Reich. Matrixverlag, Wiesbaden 2015, S. 27 und S. 69

Tabelle DynastienFrühdynastische Zeit (1. – 2. Dynastie)

Die 1. Dynastie beginnt mit König Menes, bei dem es sich entweder um König Aha oder um Narmer handelt.  Menes vereinte die beiden Reichsteile (Ober- und Unterägypten) und gründete eine neue Hauptstadt. Die Hauptstadt, das politische Zentrum des Gesamtstaates, nannte sich Memphis. Der Königsfriedhof befand sich zum damaligen Zeitpunkt in Abydos. Im Wechsel zwischen der 1. und der 2. Dynastie, wurde die Königsnekropole nach Sakkara verlegt und statt Grubengräbern, legte man nun Galeriegräber an. Die Gräber in Sakkara, sowie auch manche  in Abydos, wurden nach dem Prinzip einer Wohnstätte gebaut. Sie wiederspiegelten die königlichen Paläste in Memphis, da die Ägypter glaubten, dass das Leben nach dem Tod, dem Leben auf Erden stark ähnelte. Die Gräber in Sakkara waren an die 50 – 60 Meter lang  und etwa 25 – 30 Meter breit. Von außen waren sie durch ein leicht erhöhtes Podium erkennbar, doch in ihrem Inneren verbargen sie einen Palast, der durch angelegte Mauern in verschiedenen, türlosen Räumen unterteilt war. Die zentralen Räume bildeten das eigentliche Grab, während die äußeren Kammern für Mobiliar und andere Grabausstattungen gedacht waren. Die anfänglichen, 3 Meter tiefen Gräber, stattete man mit einer Holzdecke aus.

Menes Abydos Grab mit Holzdecke

Abb.1 oben: Grabanlage in Abydos (König Menes), diese Kammern besaßen noch Holzdecken.
Dreyer, G. und Polz, D.; Begegnung mit der Vergangenheit – 100 Jahre Ägypten , DAI Kairo 1970-2007. Mainz 2007
1. 2. Dynastie Gräber

 

 

Abb.2 links: Mendelssohn Kurt: Das Rätsel der Pyramiden, Bechtermünz Verlag, Augsburg 2000, S. 31

 

 

 

Zu einem späteren Zeitpunkt hingegen verlegte man sie mehr in die Tiefe und als Decke diente eine schwere, große Steinplatte, die in Form eines Fallsteins als Zugangspassage fungierte. Das erste Grab, welches mit einer derartigen Falltür und einer Zugangstreppe ausgestattet war, war jenes des Königs Den.

grab-dewen-1
Abb.3 oben: Erste Grabanlage mit Zugangstreppe (König Den, Abydos)
Dreyer, G. und Polz, D.; Begegnung mit der Vergangenheit – 100 Jahre Ägypten , DAI Kairo 1970-2007. Mainz 2007

Das bemerkenswerte an jenen Gräbern war ein mit Steinplatten, in der oberen Baupartie, befestigter Erdhügel, den ein Stufenbau umgab. Man nimmt an, dass sich aus diesen Erdhügeln die späteren Stufenpyramiden entwickelten.

In der Mitte der 2. Dynastie, unter König Sechemib, entstanden diverse Konflikte, wodurch es erneut zu einer Trennung der beiden Reiche kam. Erst mit König Chasechemui war die Wiedervereinigung der beiden Reiche endgültig gelungen.

Das Pyramidenzeitalter

Die 3. Dynastie beginnt mit König Djoser. Dadurch, dass die beiden Reiche, Ober- und Unterägypten, wieder vereint waren und Ruhe ins Land kehrte, widmete man sich wieder mehr den konstruktiven Fähigkeiten, mit friedlichen Zielen. Djoser ist einer der bedeutendsten Pharaonen Ägyptens, aufgrund seiner Grabbauten in Sakkara. Unter Djoser entstand die erste Stufenpyramite (komplett aus Stein) der Welt, die die ägyptische Baukunst der nächsten 2500 Jahre prägte, nicht ohne Grund blieb er seiner Nachwelt als „Öffner des Steins“ in Erinnerung.
Verantwortlich für die Umsetzung eines solchen Komplexes war der große Baumeister Imhotep.

Djosers Stufenpyramide in Sakkara

Das Kerstück der Pyramide Djosers, stellt eine Mastaba dar, die im Laufe der Zeit an die fünf Veränderungen erfuhr. Sie wurde nach und nach erweitert, bis daraus die Sechsstufenpyramide von 62,5 Metern Höhe entstand, die unter anderem auch als „Stufenmastaba“ bezeichnet wird. Diese Bezeichnung kommt nicht von irgendwo her, es scheint so, als hätte man sechs immer kleiner werdende Mastaben übereinander gebaut, was jedoch nicht wirklich der Realität entspricht.
Eine Mastaba wurde in Form von horizontalen Steinlagen errichtet, während die Stufenpyramide aus  nach innen geneigten Strebemauern bestand, die einen Winkel von 75 Grad aufwiesen. Nach außen hin betrachtet, verringerte sich die Höhe der Strebemauern, sodass ein Stufenförmiges Aussehen erzielt wurde.
Die Grabkammer der Pyramide befindet sich in einem 28 m tiefen Schacht aus rötlichem Granit, mit einem Durchmesser von 7 m.


 

Literatur:

(1) Mendelssohn Kurt: Das Rätsel der Pyramiden, Bechtermünz Verlag, Augsburg 2000
(2) Martinssen-von Falck, von Falck Martin: Die großen Pharaonen. Von der Frühzeit bis   zum Mittleren Reich. Matrixverlag, Wiesbaden 2015

Zeichnungen:

© Paradox Devils Pixel, 2016

Fotos aus dem Internet:

Abb. 1  Dreyer, G. und Polz, D.; Begegnung mit der Vergangenheit – 100 Jahre Ägypten , DAI Kairo 1970-2007. Mainz 2007
König Menes (aHA – Aha), http://www.moin-monja.de/egypt/pharaonen/03-fruehzeit/Menes/menes.htm, 2016

Abb. 2  Dreyer, G. und Polz, D.; Begegnung mit der Vergangenheit – 100 Jahre Ägypten , DAI Kairo 1970-2007. Mainz 2007
König Dewen (Den), http://www.moin-monja.de/egypt/pharaonen/03-fruehzeit/dewen/dewen.htm, 2016

8 Gedanken zu “Geschichte Ägypten – Ich fasse für mich nach und nach zusammen…

    • ja, man muss sich da nen überblick schaffen sonst blickt man nicht durch^^ und das versuche ich nach und nach zu machen. 🙂
      gerade das mit den fünf namen wollte ich mir verkürzt und vereinfacht aufschreiben, weil sowas vergesse ich schnell. mal gucken ob ich heute daran weiter schreibe.

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