BĂŒcher 📚

Mein Weg – Mein Erfolg in der Heilung von Neurodermitis (Uschi Gasser) ✍

wie bereits erwĂ€hnt, habe ich gestern im buch „Mein Weg – Mein Erfolg in der Heilung von Neurodermitis“ (Uschi Gasser)weitergelesen. ich bin nun beim kapitel „mein erfolg“. nun aber zum kapitel davor, denn dort beschreibt sie einige wichtige dinge. sie fing an ihre ernĂ€hrung komlett umzustellen und stimmte produkte sowie methoden individuell auf sich ab. sie sortierte ihre zusammengesuchten informationen aus verschiedenen quellen, und verordnete sich ihre persönliche, eigens zusammengestellte medikation aus homöopathischen produkten, mittels denen sie versuchte ihr extrem angeschlagenes immunsystem zu stĂ€rken und ihren körper wieder auf vordermann zu bringen. ihr immunsystem stĂ€rkte sie mit naturbelassenen bienenprodukten (hochwertiger bienenhonig mit gelee royal und propolis), welche sie kurmĂ€ĂŸig ĂŒber einen lĂ€ngeren zeitraum einnahm. die propolistropfen nahm sie jahresdurchgĂ€ngig ein. um sich von innen her zu fetten, nahm sie ĂŒber einen sehr langen zeitraum nachtkerzenölkapseln zu sich. (nachtkerzenöl enthĂ€lt wertvolle pflanzliche gammalinolsĂ€ure, die entzĂŒndungshemmend wirkt) zur weiteren stĂ€rkung des immunsystems begann sie ab und zu kalt zu duschen und bĂŒrstete sich den nassen körper mit einer massagebĂŒrste aus naturborsten langsam trocken (kostete anfangs große ĂŒberwindung). eine alternative zum trockenbĂŒrsten: sanftes trockenrubbeln mit einem noppenwaschlappen. durch jenem vorgang wird die haut aktiviert, sie wird gut durchblutet. das rubbeln oder bĂŒrsten liefert wohltuende wĂ€rme. wichtig bei jenem vorgang ist, dass zum herzen hingebĂŒrstet bzw. gerubbelt wird, d.h., von den zehen ausgehend, wird der ganze körper in kleinen kreisen durchgearbeitet (ca. 2- 3 minuten). anschließend empfielt sie, den körper mit pflegeöl oder einer körperlotion einzureiben. dabei erwĂ€hnt sie noch:

„ich hatte das gefĂŒhl, dass mir die fettsalbenschmiererei meine poren regelrecht verstopfte. einerseits brauchte ich dieses fett, weil alles spannte. andererseits musste ich der haut die chance geben, sich selber zu fetten. so schmierte ich mich nach dem duschen auf der nassen haut mit olivenöl oder avocadoöl ein.“

– ich denke, dass das schon nĂŒtzliche infos sind. ansnsten nahm sie auch bĂ€der mit ziegenmilch und olivenöl (bevorzugt), salzbĂ€der, bĂ€der mit kamillen- und kĂ€spappeltee, essigbĂ€der,…usw. zudem erwĂ€hnt sie noch das ölziehen bzw. „sonnenblumenöl schlĂŒrfen“, welches eine gute methode zum entgiften ist.

dies ist natĂŒrlich ihre methode, die sie fĂŒr sich ausfindig gemacht und erfolg damit hatte. wie luisel sagt, muss jeder selbst schauen und die fĂŒr sich beste methode herausfinden. trotzdem wollte ich es aufschreiben, weil ich finde, dass sie in ihrem buch sehr gute tipps gibt, die so manchen vielleicht helfen könnten 😉

wobei, ich bin mit dem buch noch nicht fertig, das kapitel „mein erfolg“ kommt noch 😉


Mein Weg – Mein Erfolg in der Heilung von Neurodermitis (Uschi Gasser) Fortsetzung

bei der autorin wurde unter anderem der candidapilz festgestellt, ihr ganzer darmbereich war von pilzkulturen befallen. viele Ă€rzte meinen, dass dieser pilz keinen einfluss auf die gunsundheit habe, andere widerum sind davon ĂŒberzeugt, dass er schĂ€dlich ist und, dass er beseitigt werden muss. auch uschi gasser empfand ihn als gesundheitsschĂ€digend, weswegen sie es zu beginn mit speziellen diĂ€ten versuchte (u.a. nichts sĂŒĂŸes, auch kein obst). nachdem dies kaum zur besserung verhalf, begann sie wieder informationsmaterial zu sammeln und zu studieren. sie fand heraus, dass der darm eine art „wurzelsystem“ des menschen ist, welches fĂŒr die gesamte gesundheit des menschen eine grundlegende bedeutung hat. …so setzte sie sich als ziel, ihre gestörte darmflora zu heilen. obwohl sie sich bereits gesund ernĂ€hrte, kam zu ihrer ernĂ€hrungsumstellung hinzu, dass sie absolut nichts sĂŒĂŸes essen durfte, denn sĂŒĂŸes wĂ€re futter fĂŒr den pilz. zusĂ€tzlich stellte sie sich wieder ein auf sich abgestimmtes programm zusammen:

– F.X. passage sprudelsalz (vor dem schlafengehen)
– myrrhinil-intest-dragees
– Ă€gyptisches schwarzkĂŒmmelöl
– antibiophiluskapseln
– la-pacho-tee

desweiteren trank sie jeden morgen auf nĂŒchternen magen 1 viertel liter wasser mit 2 el apfelessig, aß joghurt mit 1 zerdrĂŒckten zehe knoblauch, stellte sich ein pflanzliches antibiotikum aus zwiebeln, lauch, rettich, knoblauch und bĂ€rlauch her, …usw.
und nach 7 monaten war sie pilzfrei!

danach stellte sich bei einer blutprobe heraus, dass sie nebenbei eine candidapilzallergie hat.

„ich werde die darmflora pflegen und mich hĂŒten, sie wieder mit antibiotika zu zerstören. ein gesunder darm schafft gesundheit, kraft und energie von innen. der darm ist unser nĂ€hrboden und darf daher kein nistplatz sein fĂŒr bakterien und giftstoffe! deshalb ist darmpflege (vorbeugend) fĂŒr mich unumgĂ€nglich. im darm beginnt die gesundheit!“

der dinkel braucht ein stĂŒck gute, gesunde erde, um wachsen, gedeihen und reifen zu können. der mensch braucht einen guten, gesunden darm, um wachsen, gedeihen und reifen zu können.


Neues Buch: Neurodermitis – weder Allergie noch Atopie, geheilt in 40 Tagen

im buchladen pickte ich mir (es sprang mir förmlich entgegen) das buch „neurodermitis – weder allergie noch atopie, geheilt in 40 tagen“ von sophie ruth knaak heraus, da eben diese zweite ĂŒberschrift (weder allergie noch atopie) mein interesse weckte. diese halbe stunde pause verging sehr schnell, deswegen kam ich nur bis seite 12, aber ich werde es natĂŒrlich noch lesen und darĂŒber berichten. mein erster eindruck ist gut, da die autorin verschiedene fĂ€lle von neurodermitis beschreibt, unter anderem auch die geschichte ihres neurodermitiserkrankten sohnes, der innerhalb von drei wochen symptomfrei- und nach insgesamt vier monaten völlig geheilt war (ohne rĂŒckschlĂ€ge, ohne einnahme von medikamenten und ohne anschließende diĂ€ten). die autorin vergleicht die hauterkrankung mit der vitamin-B-mangelkrankheit „pellagra„, was ich bereits in den ertsten buchseiten feststellen konnte und vielleicht gerade deswegen bin ich richtig gespannt auf das buch.


Infos zum Buch: Neurodermitis – weder Allergie noch Atopie, geheilt in 40 Tagen

gestern nacht ging ich das buch „neurodermitis – weder allergie noch atopie, geheilt in 40 tagen” von sophie ruth knaak an. es ist sehr einfach und verstĂ€ndlich geschrieben, sie beschreibt die enstehung und das fortschreiten der hauterkrankung ihres sohnes und den weg den sie gemeinsam gingen (zumindest in den ersten seiten). sie suchten natĂŒrlich zu allererst den hautarzt auf, dann den hausarzt und zu guter letzt einen homöopathen. alle reagierten recht schockiert, als sich der junge vor ihnen entblĂ¶ĂŸte und ihnen die großflĂ€chigen roten, juckenden und stark entzĂŒndeten stellen an seinem körper zeigte. alle Ă€rzte tippten auf eine sehr stark ausgeprĂ€gte neurodermitis. der hausarzt verordnete antibiotikum, ein cortisonprĂ€parat, flĂŒssigpuder und gerbsĂ€urehaltigen badezusatz. der allgemeinarzt riet zu injektionen mit eigenblut und der homöopath tippte auf eine zu einseitige ernĂ€hrung: „Martin ist ĂŒberzuckert! er ist kohlenhydratĂŒbersĂ€ttigt, ein pudding-vegetarier-ohne mineralien, ohne ballaststoffe, ohne vitamine! aber kohlenhydrate brauchen zur verstoffwechselung vitamine, – wo kriegt man die her bei tiramisu, kuchen, kakao? tiramisu enthĂ€lt außerdem rohes eiweiß! und rohes eiweiß zerstört b-vitamine.“
das problem dabei war aber, dass neurodermitis nicht aufgrund eines vitamimangels entsteht. ein vitaminmangel kann zu erkrankungen schwersten grades fĂŒhren, dennoch werden vitaminmangel-krankheiten in europa nicht ernst genommen!
doch die vermutungen des homöopathen waren – so wie es aussieht – ein guter hinweis, wodurch sich die autorin und mutter mit dem thema vollwerternĂ€hrung beschĂ€ftigte und der erkrankung ihres sohnes ein stĂŒckchen nĂ€her kam.
– ein vitaminmangel kann nicht nur aufgrund einer falschen ernĂ€hrung entstehen, sondern auch durch die zerstörung der darmflora. die darmflora kann aus unterschiedlichen grĂŒnden angegriffen werden – z.b. durch antibiotia und  medikamente unterschiedlicher art.
– interessant fand ich auch diese ĂŒberlegungen seitens der mutter im buch: „endogenes ekzem = neurodermitis = milchschorf. (bitte? milchschorf gleich neurodermitis? neurodermitis gleich milchschorf? milchschorf endogen? von innen erzeugt? milchschorf entsteht durch Ă€ußere zufuhr von milch, also exogen! ohne milch kein milchschorf. andererseits entsteht kein milchschorf, wenn ein kind in milch gebadet wird, -also doch endogene enstehung? wo wird das im körper entschieden? vermutlich dort, wo milch verdaut wird, – im darm. das hieße dann: milchschorf = ein darmproblem?)“

auch in diesem buch wird wieder der darm erwÀhnt.
etwas verwirrend fand ich in den ersten seiten – ich bin erst auf s.22 – die ĂŒberschriften: “ entdeckung der therapie – neurodermitis ist identisch mit pellagra„. die autorin erwĂ€hnte bereits in den ersten seiten diese erkrankung bzw. diesen vitaminmangel, weswegen ich mich kurzerhand darĂŒber im internet informierte. mein erster eindruck ist, dass es sich bei pellagra um eine sehr gefĂ€hrliche erkrankung handelt, denn – soweit ich das verstanden habe – fĂŒhrt sie zu einer demenz und schlussendlich zum tod, wenn sie nicht behandelt wird. daher kann pellagra nicht identisch mit der hauterkrankung neurodermitis sein. aber wiie gesagt, ich bin erst auf seite 22^^, deswegen wird sich meine verwirrung schon noch lösen. trotz anfĂ€nglicher verwirrung sieht man auch hier wieder, wie wichtig die ernĂ€hrung und die tĂ€tigkeit des darms ist. man sieht auch wie komplex das ganze ist und auf wie vieles man bei der ernĂ€hrung achten muss.


Gedanken zum Buch: Neurodermitis – weder Allergie noch Atopie, geheilt in 40 Tagen

gestern las ich das buch von sophie ruth knaak weiter, ich hatte da was falsch verstanden. die autorin sagt tatsĂ€chlich, dass neurodermitis dasselbe ist wie pellagra. sie meint, dass neurodermitis die folge einer stoffwechselstörung ist, die durch einen langjĂ€hrigen mangel an vitaminen hervorgerufen wird. im fall ihres sohnes tippte sie auf einen vitamin b1, b2, b6, b12, niacin, folsĂ€ure, biotin und pantothensĂ€uremangel…bei ihrem sohn bedingt durch eine zerstörte darmflora, die wiederum durch eine jahrelange fehlernĂ€hrung zustande kam. b-vitamine, die der b2-gruppe angehören, sind verantwortlich fĂŒr den zustand der oberhaut und der nerven. wenn einem menschen diese vitamine fehlen, so Ă€ußert sich dies ĂŒber die haut, anhand von dunkelrotbraunen ekzemen mit starkem juckreiz oder/und zungenbrennen, hautrisse, mundfĂ€ule und dĂŒnner haut. zusĂ€tzlich treten dabei nervensymptome auf, wobei es sich um stĂ€ndiges mĂŒdsein, schlechten schlaf, stĂ€ndige ĂŒberreiztheit und gedĂ€chtnisschwĂ€che handeln kann.

ihre erklĂ€rungen klingen recht einleuchtend, trotzdem frage ich mich dann, was ich damals hatte. mir wurde eine atopische dermatitis diagnostiziert. damals hatte ich jahrelang pochende, einseitige kopfschmerzen, leichte gleichgewichtsstörungen, kribbeln in den fingern und zehen und, bedingt durch die permanenten kopfschmerzen, konzentrationsstörungen. als ich dann dank dem internet auf eine zervikale dystonie stieß, suchte ich sogleich den physiotherapeuten auf, bei dem ich ĂŒber mehrere wochen hinweg massiert wurde, anschließen ging ich zum physiofitness und das problem löste sich, ich hatte danach keine schmerzen mehr. in der zeit, als ich diese starken kopfschmerzen hatte, trat diese atopische dermatitis an den oberschenkeln, an den hĂ€nden und oberarmen auf. sie war nicht stark ausgeprĂ€gt, wodurch mir der hausarzt kein cortison geben wollte. das war auch gut so, denn als das problem mit dem nacken gelöst war, verschwand auch die dermatitis. somit nahm ich immer an, dass meine hauterkrankung durch stress und diese stĂ€ndigen schmerzen endstand. soweit ich weiß hatte ich als baby milchschorf und spĂ€ter, mit etwa 8 jahren, allergische reaktionen auf zitrusfrĂŒchte bzw. badeschaum mit derartigen inhaltsstoffen.
aus diesem grund war ich etwas verwirrt, als ich las, dass neurodermitis dasselbe ist wie pellagra. ich hatte zwar damals probleme mit dem darm,  doch auch hier wĂ€re das gegenteil der fall gewesen, denn ich litt jahrelang an verstopfung und nicht an „dĂŒnnschiss“ ^^.  vielleicht war es ein zufall und möglicherweise liege ich falsch mit der vermutung, dass stress und schmerz die ursache fĂŒr meine hauterkrankung war. denn genau zur selben zeit, als ich den physiotherapeuten aufsuchte, begann ich mit der kohlsuppendiĂ€t und anschließen mit einer ernĂ€hrungsumstellung, bei der ich vorwiegend gemĂŒse, fleisch, eier, milchprodukte und fisch zu mir nahm. möglich, dass ich anhand dieser ernĂ€hrung meinen darm wieder in schwung brachte? denn danach hatte ich auch keine verstopfung mehr, an der ich von klein auf litt.

ich finde dieses buch Ă€ußerst interessant und ich bin mir sicher, dass diese frau recht hat. und so nebenbei, auch uschi gasser sprach in ihrem buch von einem vitaminmangel und einer zerstörten darmflora, in ihrem fall war es unter anderem der jahrelange konsum von antibiotika und cortison.

ich lese dieses buch nicht nur wegen mir, denn ich habe dieses hautproblem nicht mehr, schon lange nicht mehr. mein interesse fĂŒr diese hauterkrankung hat andere ursachen… und ich glaube, dass der kauf dieses buches ein volltreffer war. nun weiß ich, warum es mich förmlich ansprang, denn eigentlich wollte ich gar nichts kaufen und mir nur ein bisschen die zeit vertreiben.


RĂŒckblick zum Buch: Neurodermitis – weder Allergie noch Atopie, geheilt in 40 Tagen

da fast tĂ€glich immer wieder die beitrĂ€ge ĂŒber das buch „neurodermitis – weder allergie noch atopie, geheilt in 40 tagen“ angeklickt werden, versuche ich wieder ein bisschen darĂŒber zu schreiben. ich habe in der letzten zeit nicht mehr wirklich viel gelesen, daher kam auch nichts mehr. jedenfalls konnte die autorin und mutter ihren sohn und diverse andere personen, die an neurodermitis erkrankt waren, heilen. sie schreibt, dass es sich bei der sogenannten neurodermitis weder um eine allergie, noch um eine anlagebedingte bereitschaft, gegen bestimmte Ă€ußere substanzen ohne klar ersichtlichen grund ĂŒberempfindlich zu reagieren handele. sie sagt, dass es sich dabei um die folge eines vitaminmangels hadelt, der widerum aufgrund einer geschĂ€digten darmflora zustande kommt. der sohn trank tĂ€glich etwa 0,5L (bin mir der menge nicht mehr sicher) naturmolke und soweit ich mich erinnern kann, ab und an sauerkrautsaft, weil er molke nicht mochte. zusĂ€tzlich nahm er vitamintabletten (vitamin b komplex) zu sich. sie schreibt jedoch, dass die tabletten nur deswegen genommen wurden, weil sie ein relativ schnelles positives ergebnis erzielen wollten. die einnahme von kĂŒnstlich hergestellten vitaminen macht jedoch nur fĂŒr eine gewisse zeit sinn, denn da sie nicht natĂŒrlich sind, nimmt sie der körper auch nicht dauerhaft an. daher ist, soweit ich das verstanden habe, eine ernĂ€hrungsumstellung unumgĂ€nglich und dabei auch wichtig, dass wĂ€hrend der erkrankung auf gewisse lebensmittel verzichtet wird. bei ihrem sohn martin beschreibt sie leider keinen genauen ernĂ€hrungsplan, aber erwĂ€hnt immer wieder wie schlecht zucker, sĂŒssigkeiten, honig (erhöhen juckreiz), rohes eiweiss (tiramisu), mais oder maisprodukte (enthĂ€lt kein B2 und behindert die resorption der anderen B-vitamine) frĂŒchte, fruchtsĂ€fte (sĂ€urebildend), kaffe, schwarztee (enthĂ€lt sĂ€uren), alkohol (verbraucht alle B-vitamine) seien.
es gibt noch weitere neurodermitiker, bei denen diese art der therapie anschlug, allerdings mĂŒsste ich das buch weiterlesen um darĂŒber schreiben zu können. denn ich weiß nicht ob sie bei allen fĂ€llen genau dieselbe therapie vorschlug. anhand der bilder im buch, kann man nĂ€mlich erkennen, dass sich die erkrankung unterschiedlich Ă€ußerte. bei manchen war die haut sehr trocken und schuppig, bei anderen widerum eher feucht. möglich, dass es unterschiede im vitaminmangel gibt oder vielleicht einfach nur daran liegt, dass es sich um unterschiedliche hauttypen handelt, keine ahnung, ich mĂŒsste weiterlesen.
weiters schreibt sie, dass ihr sohn regelmĂ€ĂŸige ölbĂ€der nahm, wenn ich mich richtig erinnere verwendete er dazu unter anderem olivenöl.
zu erwĂ€hnen ist, dass martin wĂ€hrend der therapie mehrere rĂŒckfĂ€lle hatte, da er den ernĂ€hrungsplan nicht genau einhielt. als er bspw. einmal eine birne zu sich nahm, fing das jucken wieder an.
demnach musste er sich so lange an den plan halten, bis die erkrankung nicht vollstÀndig verschwunden war. danach jedoch konnte er sich wieder lebensmttel aus der verbotsliste gönnen.

hier noch ein link zur vitamintherapie, den ich im internet gefunden habe
vitamintherapie


Neurodermitis – Weder Allergie noch Atopie, geheilt in 40 Tagen

tut mir leid, dass die infos zu diesem buch alle heiligen zeiten kommen. ich finde es wirklich sehr interessant, auch wenn mir die art, wie die autorin schreibt nicht wirklich sympathisch ist (man spĂŒrt als leser ihre wut, die aber schlussendlich verstĂ€ndlich ist). nichtsdestotrotzt sind es Ă€ußerst wichtige informationen und ich bin wirklich froh es gekauft zu haben. ihre beschreibungen leuchten mir ein und all das was sie beschreibt klingt fĂŒr mich logisch. ich glaube dem was sie sagt, nebenbei konnte sie anhand ihrer methode zahlreichen menschen helfen und das innerhalb kurzer zeit.
dadurch, dass ich 2 wochen urlaub hatte und diesen vorwiegend mit zocken verbrachte, kam ich nicht wirklich zum lesen. generell lese ich momentan nicht viel, weil ich immer viel zu spÀt ins bett gehe und dann keine zeit mehr habe zu lesen.
neben ihrem sohn, bei dem die neurodermitis durch eine fehlernĂ€hrung ausbrach, schreibt sie ĂŒber eine frau mit mundfĂ€ule, einen mann mit blĂ€schenausschlag im mund, einen jungen mann mit anal-ekzem, eine sportlehrerin ebenfalls mit einem anal-ekzem, eine frau mit ganz-körper-ekzem, usw…. bis dahin bin ich gekommen.
da erst letztlich das thema „kefir“ aufkam, beschreibe ich zuerst das problem bei der sportlehrerin, denn diesen fall fand ich besonders interessant.
die sportlehrein lebte sehr gesund, nebenbei ernĂ€hrte sie sich vorbildlich. sie trank keinen alkohol, rauchte nicht, trank keinen kaffee, sondern nur krĂ€utertees, zichorienkaffee sowie mineralwasser. sie ernĂ€hrte sich von gemĂŒse aus kontrolliertem anbau, besorgte sich die milch vom bauernhof nebenan und hatte zudem noch nie antibiotika genommen. bei jenem fall war die autorin etwas sprachlos, denn wie kann jemand, der sich so exemplarisch ernĂ€hrt und gesund lebt, an einen vitamin-mangel bzw. an resorptionsstörungen leiden? nach lĂ€ngeren ĂŒberlegungen und gesprĂ€chen, kam das problem ans tageslicht. die lehrerin stellte sich tĂ€glich selbstfabrizierte mixturen her, die kefirpilz beinhalteten. dadurch, dass kefir – anders als molke – nicht aus bakterieller gĂ€rung stammt, sondern aus  pilzaktiver, also alkoholischer gĂ€rung, nahm sie tĂ€glich physiologisch problematische „linksdrehende“ milchsĂ€ure, deren wirkung auf die darmbakterien ungĂŒnstig ist,  zu sich. durch die alkoholische gĂ€rung entsteht keine rechtsdrehende milchsĂ€ure, sondern linksdrehende. 
die autorin riet ihr schlussendlich die kefir-mixtur wegzulassen und stattdessen molke und b-vitamine einzunehmen. da es nirgendwo „richtige“ molke ohne fruchtsĂ€ure und zucker gab, nahm die frau ein molkenkonzetrat aus der apotheke zu sich. bei den vitaminen gab es ebenfalls schwierigkeiten, in der apotheke gab es nur noch die forte-version des b-komplexprĂ€parates. die forte-version soll gar nicht geeignet sein, da deren zusammensetzung nicht ideal ist. da es nur dieses prĂ€parat gab kaufte sie es, nahm es aber jeden zweiten tag zu sich. das ekzem besserte sich zwar, konnte aber nicht ĂŒberwunden werden, wodurch sie zu einem spĂ€teren zeitpunkt das herkömmliche b-komplex-prĂ€parat einnahm (3 x tĂ€glich). da sie auch einen kaliummangel aufwies, nahm sie noch zusĂ€tzlich ein mildes kalium-prĂ€parat zu sich. jenen mangel wies sie deswegen auf, weil sie als ĂŒberzeugte vegetarierin auch auf kochsalz (kĂ€se, wurst, gepökeltes) vorwiegend verzichtete. als das kaliumprĂ€parat nur zum teil half und der juckreiz wieder kam, begann sie ihre speisen normal zu salzen. danach war sie geheilt.
das ganz-körper-ekzem entstand durch rasante abmagerungskuren in kombination mit zu viel alkohol, zitrusfrĂŒchten und einer antibiotika-spritze. das analekzem hingegen durch eine fehlernĂ€hrung – vorwiegend sĂŒĂŸigkeiten und kaffee. die mundfĂ€ule hingegen durch ein antibiotikum. bei allen fĂ€llen war schlussendlich eine zersörte darmflora, bzw. ein b-vitaminmangel fĂŒr die schlimme erkrankung verantwortlich.


„Neurodermitis – Der Haut helfen“

das buch, was ich bestellt hatte, ist angekommen. ich bin gerade dabei mir die wichtigsten punkte herauszuschreiben. es ist recht informativ und nimmt diverse behandlungsmethoden der neurodermitis unter die lupe. zudem enthĂ€lt es gute tipps. es wird jedoch ein bisschen dauern, bis ich alles herausgeschrieben habe, da ich es natĂŒrlich auch lesen muss.
ehrlich gesagt hat mich persönlich das buch von sophie ruth knaak ĂŒberzeugt. zumal ich damals, als bei mir eine leichte atopische dermatitis diagnostiziert wurde, eine ernĂ€hrungsumstellung vornahm, die sich positiv auf den darm auswirkte und schlussendlich (möglicherweise) dazu fĂŒhrte, dass sie verschwand. seither habe ich auch keine verstopfung mehr…es hat sich einiges gebessert.

das problem bei der diĂ€t, die sophie ruth knaak vorschlĂ€gt ist, dass sie fĂŒr die meisten sehr schwer durchzuhalten ist, da man dabei auf vieles verzichten muss, was man in der regel tĂ€glich zu sich nimmt. soweit ich mich erinnere, mĂŒsste man sich 4 monate lang daran halten.
doch mal sehen, vielleich enthÀlt dieses neue buch auch ein paar gute tipps.


Neurodermitis

Die Haut eines Neurodermitikers verhĂ€lt sich anders als jene eines nicht erkrankten Menschen. Dabei sind die Haut sowie auch deren Fettanteile verĂ€ndert. Aus diesem Grund ist jene eines Neurodermitikers empfindlicher gegenĂŒber Stoffen, die von außen kommen. Diese können leichter in die Haut eindringen. Doch es ist nicht nur die Schutzfunktion der Haut, die gestört ist, sondern auch das Immunsystem und deren Abwehrreaktion können verĂ€ndert sein, weswegen es eher zu EntzĂŒndungen kommen kann. ErwĂ€hnenswert ist unter anderem das Protein „Filaggrin“, welches fĂŒr die Verhornung der Oberhaut und fĂŒr die Hautbarriere zustĂ€ndig ist. Dieses Protein bzw. deren Gen, kann bei manchen Neurodermitikern verĂ€ndert sein, was dazu fĂŒhrt, dass zu wenig oder gar kein Filaggrin gebildet wird. Ist dies der Fall, ist die Hautbarriere durchlĂ€ssiger und verliert schnell an Feuchtigkeit.
Bei dieser Hauterkrankung beobachtete man unter anderem auch, dass Betroffene verstĂ€rkt Fette der Hautbarriere abbauen. Eine weitere BegrĂŒndung fĂŒr die schwache Schutzfunktion der Haut. Auch die SchweißdrĂŒsen funktionieren beim Betroffenen anders als im Normalfall, manche Neurodermitiker bilden zu viel Schweiß und andere wiederum zu wenig. Zu viel Schweiß kann Auslöser eines Juckreizes sein, bei zu wenig Schweiß ist die Fettverteilung der Haut gestört.

Was den Juckreiz auslösen kann:

  • Trockene Haut
  • EntzĂŒndungen der Haut
  • Stress oder unangenehme Situationen, die einen belasten
  • Auch freudige Ereignisse können einen Juckreiz auslösen
  • Schweiß
  • VerstĂ€rkte Hautdurchblutung durch diverse Lebensmittel wie bspw. Chili in hohen Mengen, Kaffee,

  • Wollfasern
  • Chemische Reize, zum Beispiel Kosmetika
  • Luftallergene, wie Pollen oder Hausstaubmilben
  • Temperatur, auch der Wechsel von kalter und warmer Luft

Hilfreiche Mittel gegen den Juckreiz:

  • Cremes mit Harnstoff
  • KĂŒhlende Mittel wie bspw. Ă€therische Öle (Menthol oder Kampfer), EiswĂŒrfel, Coolpacks,

  • Lösungen mit Polidocanol oder mit Gerbstoffen

– Propolis Creme soll aus mehreren GrĂŒnden gut fĂŒr die Haut eines Neurodermitikers sein.

– Glukokortikoide/ u.a. Cortison: sollte nicht dauerhaft verabreicht werden, weil bei lĂ€ngerfristiger Behandlung der Körper dadurch verlernt diesen notwendigen Stoff selber zu produzieren. Cortison muss langsam abgesetzt werden, niemals schlagartig, damit der Körper Zeit hat, sich wieder an die Produktion zu gewöhnen. Wenn das Medikament plötzlich abgesetzt wird, kann der Betroffene einen RĂŒckfall erleiden und die Ekzeme breiten sich aus wie vor der Behandlung! Es gilt als geeignet fĂŒr die kurzzeitige Behandlung bei Neurodermitis. Aus diesem Grund werden die AbstĂ€nde lĂ€ngerer Behandlungen nach und nach vergrĂ¶ĂŸert (proaktive Behandlung), bis das Medikament abgesetzt werden kann. Cortison darf keine Dauermedikation sein, denn es bekĂ€mpft lediglich die Symptome und nicht deren Ursache. Außerdem sind Glukokortikoide noch nicht vollkommen erforscht, wodurch man nicht genau weiß inwiefern sich die dauerhafte Behandlung auf den gesamten Körper auswirkt. Eine dauerhafte innerliche Anwendung bei Neurodermitis ist unter keinen UmstĂ€nden empfehlenswert, denn je lĂ€nger die Anwendung dessen andauert, umso höher sind deren Nachteile und Nebenwirkungen!

Nebenwirkungen bei langfristiger Anwendung:

  • dĂŒnne, brĂŒchige Haut
  • erweiterte Äderchen unter der Haut (sichtbar in Form von kleinen roten Punkten oder Strichen)
  • Risse im Bindegewebe
  • akneĂ€hnliche Pickel
  • Pilze und Herpesviren
  • verlangsamte Wundheilung
  • VenenschwĂ€che

bei lÀngerfristiger innerlicher Behandlung:

  • unerwĂŒnschte Effekte an Knochen, Muskeln, Haut oder im Verdauungstrakt
  • Pickel, EntzĂŒndungen rund um den Mund
  • hĂ€ufige Infektionen oder EntzĂŒndungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schmerzen am RĂŒcken, an den Knochen oder an Gelenken
  • Magenbeschwerden
  • SchwĂ€chung der Muskulatur
  • Augenschmerzen, Sehstörungen (Arzt informieren!)
  • gleichzeitige Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel und Erbrechen (Arzt informieren!)
  • starke RĂŒcken- und Bauchschmerzen, schwarzer Stuhl, Erbrechen von Blut (Arzt informieren!)
  • starke Schmerzen in der Nierengegend (Arzt informieren!)
  • starke Schnerzen  in der Leiste oder in den Kniekehlen (Arzt informieren!)
  • Fieber, SchĂŒttelfrost, Atemnot, Herzrasen, Schwindel, SchwĂ€che, starker Ausschlag –> Notarzt rufen!

Calcineurinhemmer (Pimecrolimus und Tacrolimus): werden nur dann in Betracht gezogen, wenn Glukokortikoide nicht einsetzbar sind, weil deren Langzeitwirkung noch nicht bekannt ist. Jene Mittel könnten nebenbei, bei Ă€ußerer Behandlung, krebserregend sein.

Nebenwirkungen:

  • Empfindlichkeit gegenĂŒber UV-Licht
  • Verminderte Reaktion  im Prick-Test
  • vorĂŒbergehendes Röten, ErwĂ€rmen oder Brennen an den entsprechenden Hautstellen
  • stark gerötete Haut und Jucken (Arzt informieren!)
  • taube Stellen auf der Haut, Kribbeln oder Schmerzen (Arzt informieren!)
  • Erhöhte Gefahr fĂŒr Herpesinfektionen

Polidocanol (ÖlbĂ€der, Salben, SchĂŒttelmixturen): lindert den Juckreiz.

Doxepin: drosselt den Juckreiz, kann jedoch Kontaktallergien und Schwindel auslösen.

Schieferöle: wirken entzĂŒndungshemmend und lindern den Juckreiz, außerdem sind sie gut vertrĂ€glich. Es handelt sich hierbei um ein Naturprodukt.

– Birkenrinde/Birkensalbe: der Inhaltsstoff „Betulin“ soll bei chronischen Hauterkrankungen helfen, so auch bei Neurodermitis.

Cannabinoidagonisten: eignen sich fĂŒr die langfristige Behandlung. Verbessern den Hautzustand, sowie auch den Juckreiz.

Antihistaminika: richten sich gegen den körpereigenen Botenstoff Histamin, wodurch der Juckreiz gelindert bzw. abgestellt wird. Bei Neurodermitis wirken jedoch nur H1-Antihistaminika. ErwĂ€hnenswert sind die Wirkstoffe „Ebastin“ sowie „Fexofenadin“, da diese noch nicht so gut erprobt sind und mit anderen Medikamenten Probleme verursachen könnten.
Antihistaminika sind fĂŒr die Ă€ußere Behandlung (Cremes und Gele) ungeeignet, da sie Kontaktallergien auslösen können.

Nebenwirkungen Antihistaminika:

  • MĂŒdigkeit, Benommenheit (bei Ă€lteren PrĂ€paraten)
  • verkĂŒrzte Traumphasen (bei Ă€lteren PrĂ€paraten)

Spreitungs- und ÖlbĂ€der wirken sich pflegend auf die Haut aus, außerdem bildet sich beim Aussteigen ein öliger Film auf der Haut, der ebenfalls positive Wirkung zeigen soll. Die WĂ€rme des Badewassers sollte die 35°C nicht ĂŒberschreiten und die Badezeiten sollten höchstens 10 Minuten betragen.

Sophie Ruth Knaak (Autorin des Buches „Neurodermitis: Weder Allergie noch Atopie – Geheilt in 40 Tagen„) sagt: Neurodermitis sei weder erblich bedingt noch eine Allergie oder Atopie. Als die Ursachen fĂŒr die Hauterkrankung nennt sie eine gestörte Darmflora und einen Mangel an B-Vitaminen. Aus ihrer Sicht muss Neurodermitis von innen bekĂ€mpft werden und nicht nur von außen.

Neurodermitis-Tagesplan: durch den Plan kann man mögliche Ursachen fĂŒr den Juckreiz oder den Schub feststellen bzw. kontrollieren.

ErnÀhrungstagebuch: um UnvertrÀglichkeit gewisser Nahrungsmittel herauszufinden

Allergietagebuch: hilfreich fĂŒr die Diagnose einer Allergie.


Tipps fĂŒr die Hautpflege:

Bei nĂ€ssenden HautverĂ€nderungen gilt die Regel „feucht auf feucht“. Bei nĂ€ssenden-krustigen HautverĂ€nderungen hingegen „fett-feucht“. Hat der Betroffene trockene oder schuppige HautverĂ€nderungen, so empfiehlt es sich fettige Salben zu verwenden, also „fett auf trocken“.
Wichtig bei den Pflegecremes ist, dass diese keine Substanzen enthalten, die die Haut reizen. Je entzĂŒndeter die Haut ist, desto weniger Fett sollte aufgetragen werden.

 Auslöser oder VerstĂ€rker von SchĂŒben

  • Klimafaktoren (trockene Raumluft, kalte Winterluft, Hitze, Temperaturwechsel)
  • Schweiß
  • Hormonschwankungen
  • Infektionen
  • Mechanische Reize (Wolle, grobe NĂ€hte, 
)
  • Chemische Reize (Duftstoffe, Konservierungsmittel, Kosmetika, Reinigungsmittel, Farbstoffe,

  • WasserhĂ€rte (muss jedoch noch genauer erforscht werden)
  • VOC (organische Verbindungen, die hĂ€ufig Bestandteil von Farben, Klebern, Lacken oder Baumaterialien sind)

Auslöser von Neurodermitis:

  • Umweltfaktoren
  • Psychische Faktoren
  • Mechanische Hautirritation
  • Klimafaktoren
  • Infekte
  • Nahrungsmittel
  • Tierhaare/Federn
  • gestörte Darmflora
  • Mangel an B-Vitaminen


 Fortsetzung folgt



aus dem Buch von William Blatty „Der Exorzist“

Wir sind vertraut mit der Ordnung, der BestĂ€ndigkeit, der immerwĂ€hrenden Erneuerung der materiellen Welt, die uns umgibt. So hinfĂ€llig und vergĂ€nglich auch jeder kleinste Teil dieser Welt ist, so rastlos und flĂŒchtig auch ihre Elemente sind – sie bleibt dennoch bestehen. Sie wird von einem Gesetz der Permanenz zusammengehalten; und wenn sie auch immer wieder stirbt, so kommt sie doch immer wieder zum neuen Leben. Jede Stunde, die kommt und vergeht, ist Zeuge dafĂŒr, wie unbestĂ€ndig und dennoch wie sicher, wie fest gefĂŒgt das Große, Ganze ist. Es ist wie ein Spiegelbild auf dem Wasser, das immer dasselbe bleibt, auch wenn das Wasser unablĂ€ssig weiterfließt. Die Sonne sinkt, um wieder aufzugehen; der Tag wird vom Dunkel der Nacht verschlungen, nur um von neuem aus ihr geboren zu werden – so frisch, als wĂ€re er nie erloschen. Der FrĂŒhling geht in den Sommer ĂŒber, und dann durch Sommer und Herbst in den Winter, nur um durch seine endliche Wiederkehr um so herrlicher ĂŒber das Grab zu triumphieren, auf das er von seiner ersten Stunde an unweigerlich zueilt. Wir trauern ĂŒber die BlĂŒten des Mai, weil sie zum Welken bestimmt sind; aber wir wissen, dass eines Tages der Mai den November besiegen wird – besiegen durch das Kreisen dieses erhabenen Zirkels, der niemals stillsteht. Und der uns lehrt, auf dem Höhepunkt erfĂŒllter Hoffnungen stets nĂŒchtern zu bleiben und in der Tiefe der Trostlosigkeit nie zu verzweifeln.

John Henry Newman „Zweiter FrĂŒhling“ (aus dem Buch von William Blatty „Der Exorzist“)

Universum


Aus Jostein Gaarders „Das Kartengeheimnis“

Auf dem Erdball pulsiert das Leben wie in einem Hexenkessel, und eines Tages werden auch wir selber modelliert – aus dem selben zerbrechlichen Material wie unsere Vorfahren. Uns durchweht der Wind der Zeit, er trĂ€gt uns und ist wir – und dann lĂ€sst er uns einfach wieder fallen. Wir werden herbeigezaubert und wieder weggejuxt. Immer gĂ€rt etwas in der Erwartung, unseren Platz einzunehmen. Denn wir haben keinen festen Boden unter den FĂŒĂŸen. Wir haben nicht einmal Sand unter den FĂŒĂŸen. Wir sind Sand. Vor der Zeit können wir uns nirgendwo verstecken. Die Zeit sieht uns ĂŒberall, denn alles um uns herum ist in dieses rastlose Element getaucht. Die Zeit geht nicht und sie tickt nicht. Wir gehen und unsere Uhren ticken. Die Zeit frisst sich so still und unerbitterlich, wie die Sonne im Osten auf- und im Westen untergeht, durch die Geschichte. Sie vernichtet Zivilisationen, zernagt alte DenkmĂ€ler und verschlingt ein Menschengeschlecht nach dem anderen. Deshalb reden wir vom Zahn der Zeit. Denn die Zeit kaut und kaut – und wir stecken zwischen ihren ZĂ€hnen. FĂŒr eine kurze Frist sind wir Teil eines wunderbaren Gewimmels. Wir springen ĂŒber die Erde, als wĂ€re es das SelbstverstĂ€ndlichste der Welt. Du hast gesehen, wie die Leute oben auf der Akropolis wie Ameisen herumwuseln! Aber das alles wird verschwinden. Es wird verschwinden und durch neues Gewimmel ersetzt werden. Denn immer stehen neue Menschen bereit. Immer tauchen neue Ideen auf. Kein Thema wird wiederholt, keine Komposition zweimal geschrieben… Nichts ist so kompliziert und so kostbar wie ein Mensch. Aber man behandelt uns wie billigen Tand! Wir trippeln wie Figuren aus einem spannenden MĂ€rchen ĂŒber die Erde. Wir nicken uns zu und lĂ€cheln uns an. Als wollten wir sagen: „Hallo – wir leben zusammen! Wir befinden uns in der selben Wirklichkeit – oder im selben MĂ€rchen… Wir leben auf einem Planeten im Universum. Aber bald werden wir vom Brett gefegt werden. Hokuspokus – schon sind wir verschwunden.“ Jetzt können wir nur nicken und lĂ€cheln und Tausenden von Zeitgenossen guten Tag sagen: He Du! Phantastisch, dass wir gleichzeitig leben! Vielleicht stupse ich irgendwann irgendwen an. Und ich öffne eine TĂŒr und rufe hinein: „He Seele!“ Wir leben, hörst Du? Aber wir leben jetzt. Wir breiten die Arme aus und sagen, wir existieren. Aber wir werden beiseite gewischt und in die Finsternis der Geschichte gestopft. Denn wir sind Einweggeschöpfe. Wir sind Teil einer ewigen Maskerade, bei der die Masken kommen und gehen.
„Hier“, sagte er auf den Kopf zeigend. „Hier gibt es etwas das nicht weggespĂŒlt wird.“ Der Gedanke schwimmt nicht. Es gibt auch etwas das nicht verrinnt, die Welt der Ideen. Denn nicht die Sandburg ist das wichtigste im Sandkasten des Kindes. Das wichtigste ist das Bild einer Sandburg, die das Kind im Sinn hatte, ehe es mit dem Bauen anfing. Ist es Dir nie passiert, dass Du etwas zeichnen oder basteln wolltest, das Du einfach nie richtig hinbekommen hast? Du versuchst es immer wieder, doch es klappt nie. Und das liegt daran, dass dein inneres Bild immer vollkommener ist als die Kopien, die Du mit den HĂ€nden zu formen versuchst. So ist es mit allem, was wir rund um uns herum sehen. Wir tragen die Vorstellung in uns, dass alles, was wir sehen, besser sein könnte, als es ist. Weil wir Bilder in uns aus der Welt der Ideen mitgebracht haben. Denn dort sind wir eigentlich zu Hause, verstehst Du, und nicht hier unten im Sandkasten, wo die Zeit nach allem schnappt, was wir lieben.

Joker